Besuch einer japanischen Delegation im Kreishaus
Eine dreiköpfige Delegation aus Japan war kürzlich zu Besuch im Kreishaus Ludwigsburg. Im Rahmen einer Untersuchung zur Umsetzung von Hitzeschutzstrategien in Deutschland sind die Gäste derzeit zu Besuch in Baden-Württemberg. Die Delegation, bestehend aus Mitgliedern der japanischen Environmental Restoration and Conservation Agency (ERCA) und des IT- und Beratungsunternehmens Mizuho Research & Technologies Ltd., erhielt bei ihrem Besuch umfassende Informationen über den Hitzeaktionsplan des Landkreises Ludwigsburg.
Auch in Japan sind die Auswirkungen des Klimawandels längst spürbar: die Zahl der Hitzeopfer, einschließlich der Hitzetoten, steigt von Jahr zu Jahr an. Hinzu kommt die stark alternde Bevölkerung, die das Problem weiter verschärft. Neben Kindern und chronisch Erkrankten, gelten ältere Personen bei langanhaltender Hitze als besonders gefährdet. Japans Umweltministerium, das die Gegenmaßnahmen der Regierung leiten soll, steht daher vor einer großen und wichtigen Aufgabe: Ziel der japanischen Regierung ist es, die Zahl der Todesfälle durch Hitze zu halbieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sucht die japanische Delegation derzeit nach Informationen und Erfahrungen bei der Umsetzung von Hitzeschutzstrategien in Baden-Württemberg.
Austausch zum Hitzeaktionsplan: Landkreis Ludwigsburg als Vorreiter
Der Landkreis Ludwigsburg, der im letzten Jahr als erster Landkreis in Baden-Württemberg einen Hitzeaktionsplan veröffentlicht hatte, gilt als Vorreiter in diesem Bereich. Für die japanischen Delegierten ist der Austausch mit dem Landkreis Ludwigsburg daher von besonderem Interesse. Empfangen wurden die Gäste von Dr. Karlin Stark, Leiterin des Dezernats für Gesundheit und Verbraucherschutz des Landratsamts Ludwigsburg, drei ihrer Mitarbeitenden sowie Dr. Robin Maitra, dem Klimaschutzbeauftragten der Landesärztekammer, der das „Team Hitzeaktionsplan“ vervollständigt. Im Fokus des Austauschs standen unter anderem die spezifischen Maßnahmen des Hitzeaktionsplans, die kommunale Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Hitzeprävention sowie die Herausforderungen bei der Etablierung einer Hitzeschutzstrategie auf Landkreisebene.