400.000 Zeitungsseiten der Nachkriegszeit für die Forschung digital erschlossen
Alle Ausgaben der Schwäbischen Zeitung Biberach von 1945 bis 2004 wurde in einem gemeinsamen Digitalisierungsprojekt des Stadtarchivs und Kreisarchivs Biberach sowie der Gesellschaft für Heimatpflege in Stadt und Kreis Biberach e.V. (GfH) digitalisiert. Diese können ab sofort in den Lesesälen des Stadtarchivs und des Kreisarchivs Biberach genutzt werden. Was bislang eine mühsame Suche auf Mikrofilm war, ist nun durch eine moderne Volltextsuche erschlossen. Damit wird die Recherche in der jüngeren Regionalgeschichte so einfach und schnell wie nie zuvor.
Wichtige Quelle der Heimatgeschichte
Die Schwäbische Zeitung wird in beiden Archiven stark nachgefragt, weshalb die Archive das gemeinsame Digitalisierungsprojekt entwickelten. „Wer sich für die Geschichte unserer Heimat interessiert, ist in den Archiven an der richtigen Adresse. Dank des gemeinsamen Projekts wird man nun auch in der Tageszeitung der letzten Jahrzehnte digital fündig“, freut sich Oberbürgermeister Norbert Zeidler über das neue Angebot.
Finanziell wurde die Maßnahme maßgeblich von der Gesellschaft für Heimatpflege in Stadt und Kreis Biberach e.V. (GfH) unterstützt. Insgesamt wurden rund 17.000 Tagesausgaben mit fast 400.000 Seiten digitalisiert, was einem Datenvolumen von 2,5 Terabyte entspricht. Dr. Michael Schieble, Vorsitzender der GfH, betont die gelungene Kooperation: „Sehr gerne haben wir bei diesem Projekt mit den beiden wichtigen Archiven zusammengearbeitet und die Maßnahme finanziell unterstützt – denn das ist ein Projekt, das Vergangenheit und Zukunft verbindet.“
Endlich auch bequeme Recherche im Volltext
Die Digitalisierung ist nicht nur eine technische Modernisierung, sondern vor allem ein großer Gewinn für alle historisch Interessierten – von professionell Forschenden bis hin zu Schülerinnen und Schülern. Landrat Mario Glaser hebt deshalb die zukunftsweisende Bedeutung hervor: „Mit diesem Digitalisierungsprojekt gehen wir in unseren Archiven die nächsten Schritte in die Zukunft. Damit wird eine wichtige Quelle der Heimatforschung auch für die nächste Generation erschlossen.“
Aus urheberrechtlichen Gründen können die Zeitungen zwar nicht online präsentiert werden, stehen in den Lesesälen der beiden Archive aber für Interessierte zur Verfügung. Mit dem Projekt wird nun die Lücke zu den historischen Zeitungen aus dem Landkreis bis 1945 geschlossen, die bereits online einsehbar sind.