Lotsendienst in Arztpraxen

Neues Pilotprojekt stärkt gesundheitliche Chancengleichheit für Kinder und Familien

Enzkreis · 14. Oktober 2026
Mit einer Kick-off Veranstaltung im Landratsamt ist das neue Lotsendienstprojekt gestartet. Über die gelungene Vernetzung, von der insbesondere Familien profitieren werden, freuen sich (von links) Domenik Henk, Leiter des Gesundheitsamtes, die Ärztin Dr. med. Angelika Denzler, die künftige Lotsin Christina Mette sowie Doris Möller-Espe von der Geschäftsführung des Kinderschutzbundes, Petra Poscharsky vom Jugendamt der Stadt Pforzheim, Hausärztin Felicitas Schröder, Alice Zahorneanu vom Jugendamt des Enzkreises und die Projektkoordinatorin beim Gesundheitsamt Katharina Kraufmann.
Mit einer Kick-off Veranstaltung im Landratsamt ist das neue Lotsendienstprojekt gestartet. Über die gelungene Vernetzung, von der insbesondere Familien profitieren werden, freuen sich (von links) Domenik Henk, Leiter des Gesundheitsamtes, die Ärztin Dr. med. Angelika Denzler, die künftige Lotsin Christina Mette sowie Doris Möller-Espe von der Geschäftsführung des Kinderschutzbundes, Petra Poscharsky vom Jugendamt der Stadt Pforzheim, Hausärztin Felicitas Schröder, Alice Zahorneanu vom Jugendamt des Enzkreises und die Projektkoordinatorin beim Gesundheitsamt Katharina Kraufmann.
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Einen niederschwelligen Übergang zwischen medizinischer Versorgung und sozialer Unterstützung zum Wohl von Familien, Schwangeren und Kindern ist Ziel eines neuen, innovativen Projektes: dem Lotsendienst in Arztpraxen.

Der Bedarf für dieses Angebot wurde im Rahmen der letzten Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) festgestellt und das Gesundheitsamt beim Landratsamt Enzkreis, zuständig für den Kreis und die Stadt Pforzheim, hat daraus ein Konzept entwickelt und koordiniert, das zum 1. Oktober mit einer Kick-off-Veranstaltung im Landratsamt an den Start gegangen ist. In einer zunächst einjährigen Testphase in Pforzheim und dem Enzkreis sind nun qualifizierte Fachkräfte, sogenannte Familienlotsen, direkt in kinderärztliche und gynäkologische Praxen einbettet. Projektziel ist es, die gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern zwischen null und zwölf Jahren zu verbessern und gezielt Familien und Schwangere in sozialen, finanziellen, gesundheitlichen und psychosozialen Belangen zu unterstützen.

„Dazu wird die erfahrene Sozialpädagogin des Kinderschutzbundes Christina Mette für eine Sprechstunde an einem festen Tag in der Woche direkt in den beteiligten Arztpraxen sein“, erläutert Katharina Kraufmann von der Geschäftsstelle KGK im Gesundheitsamt, die das Lotsendienstprojekt koordiniert. „Frau Mette wird so eine orientierende, strukturierende und vermittelnde Funktion an der Schnittstelle zwischen Medizin und sozialen Diensten inne haben. Dabei übernimmt sie keine dauerhafte Begleitung der Familien, sondern vermittelt diese weiter an passende Angebote in der Region,“ beschreibt Kraufmann weiter. Am neuen Projekt teilnehmen könnten Familien, die bereits in den teilnehmenden Arztpraxen Patienten sind.

„Mit dem neu geschaffenen Lotsendienst schließen wir ab sofort eine Angebotslücke für Familien, denn sie erhalten einen passgenauen Anschluss an Hilfen und erhalten dadurch Orientierung und Handlungssicherheit“, freut sich Angelika Paul, Sachgebietsleiterin für Gesundheitsförderung und Prävention in der Geschäftsstelle KGK. Sie hebt auch den Nutzen für die Arztpraxen hervor: „Neben dem interdisziplinären Austausch profitieren sie von einer besseren Vernetzung und der sozialpädagogischen Unterstützung bei der Weitervermittlung von Familien.“ Durch diese Win-win-Situation würde die gesundheitliche Chancengleichheit für Kinder und Familien gestärkt, ist sie überzeugt und gespannt auf die Erfahrungen in der jetzigen Testphase.