Der Esslinger Künstler Tim Bengel hat für den Innenhof des neuen Landratsamtes die Skulptur „Esslinger Welle“ gestaltet. Das Werk ist am Freitag, 18. September im Beisein von Mitarbeitenden des Landratsamts und Gästen vom Künstler feierlich enthüllt worden.
„Ich freue mich sehr, dass diese Skulptur durch die Abstimmung unserer Mitarbeitenden letztlich ausgewählt wurde“, sagte Landrat Marcel Musolf bei der feierlichen Enthüllung der „Esslinger Welle“, einer viereinhalb Meter hohen Skulptur des Esslinger Künstlers Tim Bengel, die im Innenhof des neuen Esslinger Landratsamts ihren Platz gefunden hat. „In der Skulptur vereinen sich die Motive einer Welle und einer Flamme. Ein sehr kraftvoller Ausdruck, diese Energie wünschen wir uns stets für unseren Landkreis“, sagte der Landrat.
Am Freitagnachmittag enthüllte Tim Bengel die Skulptur höchstselbst. „Für mich ist die Skulptur ein Dialog der Elemente. Sie erwächst aus der Erde, greift gen Himmel und lässt in ihrer Form sowohl eine Welle als auch eine Flamme sichtbar werden – eine Symbiose aus fließender Bewegung und energetischer Kraft“, sagte der Künstler bei der Präsentation seiner Skulptur. Tim Bengel gilt aktuell als einer der gefragtesten jungen, zeitgenössischen Kunstschaffenden aus dem Landkreis Esslingen. Er hat bereits weltweit ausgestellt, lebt und arbeitet in der Stadt Esslingen und pflegt ganz bewusst die Wurzeln in seinen Heimatlandkreis. Mit seiner über mehr als vier Meter hohen Aluminiumskulptur hat er eines der bedeutendsten Kunstwerke geschaffen, die der Verwaltungsneubau beheimatet.
Künstler und Kunstwerk wurden im Laufe des vergangenen Jahres im Rahmen einer offenen Ausschreibung des Landkreises Esslingen gesucht. Die Ausschreibung bot regionalen Kunstschaffenden die Möglichkeit, ein Kunstwerk für den Innenhof des Neubaus zu schaffen. Insbesondere war es dem Landkreis ein Anliegen, durch die Kunst den Arbeitsort der Mitarbeitenden im Landratsamt Esslingen attraktiv zu gestalten und einen künstlerischen Identifikationspunkt zu schaffen. Aus diesem Grund wurden die Mitarbeitenden in den Entscheidungsprozess einbezogen.
Insgesamt erhielt der Landkreis in dem Wettbewerb mehr als 50 Entwürfe. Eine erste Vorauswahl traf die Beratungskommission Kunst des Landkreises. Hierzu wurden die Entwürfe anonymisiert präsentiert. In einer zweiten Runde wurden die Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ihr Modell persönlich vor der Beratungskommission zu präsentieren. Nach einer künstlerischen und vor allem baulich-technischen Prüfung fielen drei Entwürfe in die engere Wahl. Die Kunstschaffenden präsentierten ihr Modell dann in einer Videobotschaft der Belegschaft. An dem Votum beteiligten sich rund 900 Mitarbeitende und gaben mehrheitlich ihre Stimme Tim Bengel und seinem Werk.
Das Kunstwerk ist zentraler Bestandteil des Kunstkonzepts, das die Beratungskommission Kunst des Landkreises auf Grundlage eines Kreistagsbeschlusses zur Kunstausstattung des Verwaltungsneubaus verabschiedet hat. Neben dem Wettbewerb für die künstlerische Ausgestaltung des Innenhofs stellt Tobias Rehbergers Installation „LRAES“ im Foyer des Gebäudes einen Höhepunkt der Kunstausstattung dar.
„Mich freut es ganz besonders, dass die Entscheidung für dieses Werk von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamts getroffen wurde. So wird die Esslinger Welle auch langfristig ein Identifikationspunkt für alle sein, die im Landratsamt arbeiten“, sagte Dr. Tobias Wall zur Einordnung des Kunstwerks in die Kunstsammlung des Landkreises. Der Schwerpunkt des Kunstkonzepts liegt auf der Förderung regionaler Künstlerinnen und Künstler. Das Kunstkonzept des Landkreises sieht weiter vor, die Foyer-Galerie im ersten Obergeschoss als Ort für Wechselausstellungen, beispielsweise für Einzelausstellungen lokaler Kunstschaffender oder für Schulkunst, zu nutzen.