Der Rems-Murr-Kreis hat beim Staatsanzeiger Award 2026 abgeräumt

Die Gemeinden Leutenbach und Urbach sowie die Kreisverwaltung wurden ausgezeichnet

Rems-Murr-Kreis · 20. März 2026
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Gleich drei Preisträger aus dem Rems-Murr-Kreis wurden beim Staatsanzeiger Award am 19. März im Alten Schloss in Stuttgart für smarte Lösungen in der Verwaltung ausgezeichnet: In der Kategorie Bürgermeister in Mission erhielt die Gemeinde Leutenbach den 1. Preis für das Projekt „Schwäbisch im Kindergarten“ und in der Kategorie Kommune für alle – soziale Teilhabe einen 3. Platz für das Projekt „Kostenlose musikalische Ausbildung für alle Kinder“. Die Gemeinde Urbach machte den 3. Platz für das Programm „Politik am Lagerfeuer“ in der Kategorie Bürgermeister in Mission. Die Kreisverwaltung selbst hat für „Verwaltung im Wandel: Das Drei-Zonen-Konzept“ den 3. Platz in der Kategorie Digitalisierung und Innovation bekommen.

„Der Preis ist eine Motivation für ein Team im Landratsamt, das dieses Konzept entwickelt hat und lebt. Es ist eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Landrat Richard Sigel „Es hat mich als Landrat zudem riesig gefreut, dass gleich noch zwei Gemeinden aus dem Landkreis ausgezeichnet wurden. Klasse, dass wir als Rems-Murr-Kreis richtig abräumen konnten. Bürgermeister Jürgen Kiesl hatte wieder einmal das richtige Gespür. Er hat mit seinem Team und dem Projekt Schwäbisch im Kindergarten die Gäste des Abends begeistert und auch ein weiterer Preis für Musikunterricht in der Schule unterstreicht das Engagement der Gemeinde. Und dass in Urbach die Jugendarbeit ausgezeichnet wurde, machte den Abend perfekt und Ursula Jud als stellvertretende Bürgermeisterin strahlte zu Recht.“

Bundesweit gab es 194 Einreichungen von Städten, Gemeinden, Landkreisen und weiteren öffentlichen Einrichtungen. Der Staatsanzeiger Award würdigt seit 2021 vorbildliches Handeln der öffentlichen Hand. Verliehen wird der Preis in fünf Kategorien: Bürgerbeteiligung, Bürgermeister in Mission, Digitalisierung und Innovation, Kommune für alle – soziale Teilhabe sowie Kultur und Tourismus. Der Preis zeichnet Innovationen und Ideen aus, die das öffentliche Leben für die Bürgerinnen und Bürger besser machen.

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Unser Landratsamt der Zukunft: Die Immobilienkonzeption des Rems-Murr-Kreises

Leere Kassen, Fachkräftemangel und bürokratische Hürden: Die Verwaltungen stehen vor großen Herausforderungen. Der Rems-Murr-Kreis ist mit seiner Immobilienkonzeption deshalb bewusst schon seit 2016 auf dem Weg und stellt sich mit smarten Lösungen diesen neuen Anforderungen umfassend und proaktiv.

Auslöser für die Entwicklung eines neuen wirtschaftlichen und klimafreundlichen Immobilienkonzepts waren der hohe Sanierungsstau – insbesondere an den Gebäuden am Alten Postplatz – sowie die über elf Verwaltungsstandorte allein in Waiblingen. Ziel ist es, die Verwaltung langfristig auf wenige zentrale, moderne und nachhaltige Standorte zu konzentrieren.

Ein Schwerpunkt liegt auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Der Erweiterungsbau am Alten Postplatz 18 wurde in Holz-Hybridbauweise mit recyceltem Beton errichtet, verfügt über großflächige Photovoltaikanlagen, ist an die Fernwärme angeschlossen und nutzt ein Regenwassermanagement. Damit arbeitet das Gebäude klimaneutral nach den Kriterien des Gebäudeenergiegesetzes. Ergänzend setzt das Landratsamt auf ein Mobilitätskonzept, das Anreize für eine umweltfreundliche Anfahrt der Mitarbeitenden schafft.

Ebenso wichtig sind moderne Arbeitswelten: Mit dem „Drei-Zonen-Konzept“, das gemeinsam mit Drees & Sommer erarbeitet wurde, konnten neue Strukturen für öffentliche Servicestellen, Beratungsbereiche sowie den Arbeitsplätzen im internen Bereich etabliert werden. Flexible Arbeitsplatzmodelle haben sich in der Praxis bewährt und schaffen ein attraktives Arbeitsumfeld.

Schlagworte: Rems-Murr-Kreis
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