Neue Schnittstelle stärkt Gesundheitsangebote im Landkreis Lörrach

GesundSozial.digital verknüpft geprüfte Fachinformationen mit regionalen Angeboten

Landkreis Lörrach · 14. April 2026
Landrätin Marion Dammann (Mitte) stellt symbolisch die neue Verbindung von gesundheitsinformation.de zum Gesundheits- und Sozialkompass des Landkreises Lörrach „GesundSozial.digital“ her. Freuen sich mit (von links): Cornelia Wülbeck, Elke Zimmermann-Fiscella, Isabell Dörflinger, Alexander Mion, Tilman Rieder, Anne Göhner, Thomas Schlotterbeck (Geschäftsführer der Pocket Rocket GmbH), Carlo Wolf (stellvertretender Geschäftsführer der AOK Hochrhein-Bodensee) und Oli Lou Kramer (Projektleitung Digitaler Gesundheits- und Sozialatlas).
Landrätin Marion Dammann (Mitte) stellt symbolisch die neue Verbindung von gesundheitsinformation.de zum Gesundheits- und Sozialkompass des Landkreises Lörrach „GesundSozial.digital“ her. Freuen sich mit (von links): Cornelia Wülbeck, Elke Zimmermann-Fiscella, Isabell Dörflinger, Alexander Mion, Tilman Rieder, Anne Göhner, Thomas Schlotterbeck (Geschäftsführer der Pocket Rocket GmbH), Carlo Wolf (stellvertretender Geschäftsführer der AOK Hochrhein-Bodensee) und Oli Lou Kramer (Projektleitung Digitaler Gesundheits- und Sozialatlas).
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Der digitale Gesundheits- und Sozialkompass des Landkreises Lörrach „GesundSozial.digital“ ist ab sofort mit „gesundheitsinformation.de“ des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) verbunden. Die Anbindung wurde am 14. April im Landratsamt Lörrach im Rahmen des „Tags der Gesundheitsinformation“ vorgestellt. Damit ist erstmals auf kommunaler Ebene eine technische Verknüpfung zwischen geprüften Gesundheitsinformationen und regionalen Angeboten umgesetzt worden.

Viele Menschen suchen Gesundheitsinformationen zunächst im Internet und stoßen dabei auf eine unübersichtliche Flut an Informationen unterschiedlicher Qualität, die nicht immer leicht einzuordnen sind. Die neue Schnittstelle schafft hier Abhilfe: Nutzerinnen und Nutzer finden auf GesundSozial.digital nun verständlich aufbereitete, wissenschaftlich geprüfte Informationen zu Krankheiten, Behandlung und Prävention – direkt verknüpft mit passenden Angeboten im Landkreis. Auch Fachkräfte können diese Inhalte gezielt in Beratung und Versorgung einsetzen.

Zur Veranstaltung kamen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kliniken, Wohlfahrtsverbänden, Beratungsstellen und weiteren Einrichtungen. In einem anschließenden Workshop wurden konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Behandlungs- und Beratungsalltag diskutiert und Impulse für die Weiterentwicklung der Plattform gesammelt.

Landrätin Marion Dammann betonte: „Unser Ziel ist es, die Menschen dabei zu unterstützen, sich im Gesundheits- und Sozialwesen besser zurechtzufinden. Wenn geprüfte Informationen und konkrete Angebote zusammengeführt werden, entsteht daraus ein direkter Nutzen – für Bürgerinnen und Bürger sowie gleichermaßen für die Fachkräfte.“

Oli Lou Kramer, Projektleitung GesundSozial.digital, sieht durch die Einbindung einen weiteren Meilenstein beim Aufbau der Plattform und auch einen großen Mehrwert für die Bevölkerung: „Die Plattform GesundSozial.digital wird dadurch als verlässliche Anlaufstelle für Gesundheits- und Sozialfragen im Landkreis weiter gestärkt.“

Dr. Inger Scheike aus dem Ressort Gesundheitsinformation beim IQWiG, hob hervor, dass verständliche und evidenzbasierte Informationen Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, Gesundheitsfragen besser zu verstehen und informierte Entscheidungen zu treffen. Durch die Einbindung in eine kommunale Plattform werden diese Inhalte im Alltag direkt nutzbar.

Auch Carlo Wolf, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Hochrhein-Bodensee, machte deutlich, dass Gesundheitskompetenz und Prävention eine entscheidende Rolle spielen, um das Gesundheitssystem nachhaltig zu entlasten.

Hintergrund

Das Konzept der digitalen Gesundheitsplattform GesundSozial.digital entstand im Rahmen des Förderprojekts zur Primärversorgung „Gesund im Landkreis – zukunftsfest versorgt“. Ziel war von Anfang an, qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen bereitzustellen. Die Entwicklung der Schnittstelle ist Teil eines größeren Kontextes: Mehrere Kommunen und Landkreise in Deutschland arbeiten, wie auch der Landkreis Lörrach, an digitalen Lösungen für eine zukunftsfähige Daseinsvorsorge. So war der Landkreis Lörrach bereits am Modellprojekt „Smarte.Land.Regionen“ beteiligt und begab sich nach Projektende in den fachlichen Austausch mit Kommunen im Rahmen des „Modellprojekts Smart Cities“, welche ebenfalls Gesundheitsplattformen entwickeln. So entwickelte sich eine Kooperation bei Konzeption und Umsetzung der Schnittstelle mit den Landkreisen St. Wendel, Kusel und Wunsiedel. Der Landkreis Lörrach hat die Integration nun als erster umgesetzt, die weiteren beteiligten Landkreise bereiten die Einführung vor.

Die Plattform ist erreichbar unter: www.gesundsozial.digital