Landkreis investiert rund elf Millionen Euro in moderne Lernumgebung für Kinder mit Sprachförderbedarf
"Mit dem Neubau schaffen wir einen zukunftsfähigen Lern- und Lebensort für Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf. Die derzeit in Hausen untergebrachte Sprachheilschule weist bereits eine beeindruckende Rückschulungsquote an allgemeinbildende Grundschulen auf. Jeder dieser Übergänge ist eine Erfolgsgeschichte – für die Kinder, für die Familien und für unsere Gesellschaft. Am neuen Standort wird die Schule zudem erstmals als Ganztagsschule geführt. Das eröffnet zusätzliche Fördermöglichkeiten, verbessert Bildungschancen und stärkt soziale Kompetenzen“, so Landrätin Marion Dammann.
Fachbereichsleiterin Ute Bobert ergänzt: „Der Neubau der Sprachheilschule ist für uns ein besonderes Herzensprojekt. Als Fachbereich Planung & Bau begleiten wir dies von der ersten Idee bis zur Fertigstellung. Wir schaffen einen Schul- und Begegnungsraum, der die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Dabei entstehen optimale Lernbedingungen mit durchdachter Gestaltung, guter Akustik sowie differenzierten Lern-, Rückzugs- und multifunktionalen Räumlichkeiten. Dank erdsondenbetriebener Wärmepumpe und Photovoltaikanlage kann das Gebäude energieeffizient beheizt und im Sommer gekühlt werden. Dies macht das Gebäudekonzept besonders nachhaltig.“
Dem Baubeginn ging ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. Bereits 2018 hatte der Kreistag beschlossen, die Sprachheilschule künftig zweizügig an einem Standort zu führen. Nach umfassender Variantenprüfung fiel die Entscheidung auf den Neubau in Maulburg. Der Kreistag beschloss im Oktober 2025 die Umsetzung des Projekts mit einem Investitionsvolumen von rund elf Millionen Euro. Da die Schule auch von zahlreichen Schülerinnen und Schülern aus benachbarten Landkreisen besucht wird, rechnet der Landkreis mit Fördermitteln von bis zu 7,8 Millionen Euro. Die Planung, Ausschreibung und Bauleitung erfolgen durch den Fachbereich Planung & Bau des Landratsamts Lörrach.