Präventionspreis für „Aktivierende Hausbesuche“

Auszeichnung geht in den Landkreis Lörrach / Hausbesuche für mehr Bewegung und Lebensqualität

Landkreis Lörrach · 26. März 2026
Übergabe des Präventionspreises in Stuttgart (von links): Manne Lucha (Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg), Dr. Anne Göhner (Geschäftsstellenleitung Kommunale Pflegekonferenz Landkreis Lörrach), Pia Zimmermann (Mitarbeiterin Kommunale Gesundheitskonferenz Landkreis Lörrach)
Übergabe des Präventionspreises in Stuttgart (von links): Manne Lucha (Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg), Dr. Anne Göhner (Geschäftsstellenleitung Kommunale Pflegekonferenz Landkreis Lörrach), Pia Zimmermann (Mitarbeiterin Kommunale Gesundheitskonferenz Landkreis Lörrach)
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Die Freude war groß, als der baden-württembergische Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manne Lucha am 24. März 2026 in Stuttgart den Präventionspreis an Vertreterinnen der Projektgruppe „Aktivierende Hausbesuche ausweiten und vernetzen“ aus dem Landkreis Lörrach verlieh. Neben der Ehrung erhält das Projekt ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Das Geld fließt in den weiteren Ausbau des Angebots mit ehrenamtlichen Bewegungspatinnen und -paten.

Der Präventionspreis der Stiftung für gesundheitliche Prävention ist eine Initiative zur Stärkung des Bewusstseins für ein gesundes und bewegtes Leben. In diesem Jahr gingen fast 100 Bewerbungen ein. Die Jury überzeugte der ganzheitliche Ansatz der Projektgruppe, der nicht nur die Nutzenden, sondern auch die Ehrenamtlichen in Bewegung bringt und zugleich geistige Aktivierung fördert sowie Einsamkeit entgegenwirkt.

Seit 2019 bietet die Kirchliche Sozialstation südliches Markgräflerland e.V. Aktivierende Hausbesuche an. Inzwischen wurde das Konzept über eine Projektgruppe der Kommunalen Pflegekonferenz gemeinsam mit der Gesundheitskonferenz und Partnern aus Pflege und Gesundheit landkreisweit ausgeweitet und stärker vernetzt. Geschulte ehrenamtliche Bewegungspaten besuchen die Teilnehmenden regelmäßig zuhause. Sie zeigen einfache Übungen für Körper und Geist und fördern so Beweglichkeit, Selbständigkeit und Lebensqualität. Jeweils 20 Hausbesuche sind vorgesehen. Aktuell sind etwa 60 Bewegungspatinnen und -paten im Landkreis Lörrach aktiv. Das Belchen Institut führt die Schulungen durch.

Die Projektgruppe hinter dem Angebot wurde 2022 vom Plenum der Kommunalen Pflegekonferenz Landkreis Lörrach beauftragt, das Konzept weiterzuentwickeln. Experten aus den Bereichen Senioren, Pflege und Ehrenamt begleiten die Arbeit beratend.

Im Juni 2025 empfahl die Kommunale Pflegekonferenz, das Projekt dauerhaft zu sichern. Hierfür sind mit dem Haushalt 2026/2027 Kreismittel in Höhe von jährlich 22.000 Euro eingeplant. Die Geschäftsstelle der Kommunalen Pflegekonferenz und die Projektgruppenmitglieder Kirchliche Sozialstation südliches Markgräflerland e.V., Diakonisches Werk im Landkreis Lörrach und ipunkt der Fritz-Berger-Stiftung arbeiten intensiv an einer langfristigen Verankerung.

„Die Verleihung des Präventionspreises ist ein starkes Signal. Sie zeigt, dass wir mit der angestrebten Verstetigung der Aktivierenden Hausbesuche auf dem richtigen Weg sind – gemeinsam mit Kommunen, Kranken- und Pflegekassen sowie Kooperationspartnern. Ich wünsche der Projektgruppe viel Erfolg für die nächsten Schritte“, so Landrätin Marion Dammann.

Weitere Informationen zu den Aktivierenden Hausbesuchen gibt es unter www.loerrach-landkreis.de/pflegekonferenz/Projektgruppe-AHB und www.loerrach-landkreis.de/ahb .

Hintergrund

Der Präventionspreis wird verliehen von der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Gesucht wurden niedrigschwellige, kreative, vorbildhafte, innovative und nachhaltige Projekte zum Thema „Aktiv sein für mehr Wohlbefinden – Bewusstsein schaffen für ein gesundes und bewegtes Leben“. Ziel des Wettbewerbs ist eine größere Aufmerksamkeit und Anerkennung für die Themen Gesundheitskompetenz und Bewegungsförderung. Insgesamt gibt es in diesem Jahr zwölf Preisträger.

Die Geschäftsstelle der Kommunalen Pflegekonferenz wird unterstützt durch Mittel des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.

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